Kreta ist eine der vielfältigsten Inseln des Mittelmeers: rau und schlicht an vielen Orten, weit und lichtdurchflutet an anderen. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine Insel jenseits der bekannten Bilder – Landschaften, Materialien, Wege und stille Räume, die sich erst im langsamen Blick erschließen.
Diese Seite lädt dazu ein, Kreta auf eine ruhigere, bewusstere Weise zu entdecken: nicht als klassischen Reiseführer, sondern als kulturelles Notizbuch über Orte, Natur, Architektur, Farben und Geschichten. Für alle, die die Insel mit Aufmerksamkeit betrachten möchten – offen, ohne Eile und jenseits dessen, was klassische Reiseführer zeigen.
Der Blick dieser Seite entsteht im Süden Kretas – in der Messará. Von hier aus öffnet sich eine Perspektive auf die Insel, die bewusst lokal beginnt und sich nach Bedarf erweitern darf.
Was bedeutet „Myría Kyaní“?
„Myría Kyaní“ bedeutet „das vielfache Blau“ – ein poetischer Ausdruck aus dem Griechischen. Er bezeichnet die vielen Schattierungen, die Kreta prägen und die dieser Seite ihren Blick geben.
Blau ist der Faden.
Kreta ist der Stoff.
Auf Kreta ist Blau weniger Dekor als Atmosphäre –
ein leiser Zusammenhang aus Meer, Himmel, Stein und Licht.
Eine offene Sammlung zu Kreta im Blau –
Texte, Bilder und Beobachtungen, die dem Licht und der Landschaft nachspüren.
Ein Essay über Blau als Landschaft, Geschichte und kulturellen Raum.
Kreta gelesen durch eine Farbe –
nicht als Bild, sondern als Erfahrung.
Von den Minoern bis Byzanz –
eine Spurensuche nach Blau, Licht und Pigmenten
in der Kulturgeschichte Kretas.
Orte an der Südküste Kretas – zwischen Gegenwart und Erinnerung. Dörfer, Wege und Küstenlinien, in denen das Blau spürbar bleibt.
Arbeiten, Klänge, Orte und Begegnungen
von Menschen, die an der Südküste Kretas gestalten – für eine Saison, für Jahre oder nur für einen Moment.
Eine wachsende Sammlung. → aktuell ergänzt
Regen, Wind und klares Licht – eine Zeit, in der die Insel ruhiger wird und für einen Moment wieder zu sich findet.
Seltene und vertraute blaue Blumen Kretas –
eine botanische und zugleich poetische Sammlung
über eine Farbe, die in der Natur selten ist.
Alle Kapitel, Orte und Menschen von Myría Kyaní –
eine kurze Orientierung durch Texte, Bilder und Geschichten.
Was sich verändert, was neu hinzugekommen ist, welche Spuren das Blau gerade zieht.
Wie die ersten Pigmente entstanden – und warum Blau schon in der Antike mehr war als Farbe.
“In Greece one has the desire to bathe in the sky… to take a running leap and vault into the blue.” — Henry Miller, The Colossus of Maroussi (New Directions, 2010 [1941])
Seit 1975 begleitet mich Kreta –
zuerst als Reise, später als Lebensort.
Myría Kyaní bündelt Licht, Landschaft, Menschen
und die vielen Schattierungen des Blaus.
Myría Kyaní ist kein gewöhnlicher Reiseführer,
sondern ein kulturelles Notizbuch.
Wenn dich auf Kreta ein Moment berührt,
kann daraus ein weiterer Ton im Blau werden.
"Es gibt ein Blau auf Kreta, das in keinem Reiseführer steht.
Ein Blau, das nur in Momenten erscheint:
wenn der Himmel so weit wird, dass er klingt,
wenn das Meer still bleibt und doch Tiefe verrät,
wenn man auf einem Felsen sitzt
und spürt: man ist angekommen."
Notiz aus meinem alten Reisetagebuch, Sommer 1979