Ich kam 1975 das erste Mal nach Kreta.
Das Reisen war für mich immer wichtiger als das Ankommen.
Mich interessieren Menschen, Orte und Geschichten –
nicht das, was man abhakt, sondern das, was bleibt.
Viele Jahre habe ich Filme gedreht:
Dokumentationen, Reportagen, Natur- und Kulturfilme.
Ich habe Kunst studiert, fotografiere, male, mache Musik –
und suche immer wieder dasselbe:
das richtige Licht, den stillen Moment, das Ungeplante.
Heute lebe ich im Süden Kretas, in Pitsidia,
zwischen Kommos Beach und Matala.
Hier wird Blau weniger zu einer Farbe
als zu einem Zustand: Licht, Himmel, Wasser, Erinnerung.
Blau ist Erinnerung –
nicht das, was man sieht,
sondern das, was bleibt.
Myría Kyaní ist aus dieser Haltung entstanden.
Nicht als Reiseführer und nicht als Archiv,
sondern als offenes kulturelles Notizbuch über Kreta:
über Landschaften, Farben, Geschichte, Stimmen und Stille.
Blau ist dabei kein Thema, sondern ein verbindender Faden.
Eine Farbe, die hier überall auftaucht –
im Meer, im Himmel, im Alltag –
und vieles zusammenhält, ohne sich aufzudrängen.
Berlin war grau, der Frühling noch fern.
Eine Reise nach Kreta – ohne Plan, ohne Ziel –
wurde zum Anfang einer langen Beziehung zur Insel.
1975 fuhr ich zum ersten Mal nach Kreta.
Vier Studenten, ein alter VW-Bus, kein Plan.
In Matala blieben wir nicht lange.
Zu laut, zu erklärungsbedürftig.
In Pitsidia fanden wir ein Zimmer,
ein anderes Tempo,
eine Form von Nähe ohne Sprache.
Von dort führte ein schmaler Weg hinunter nach Kommos.
Wind, Wellen, Sand –
und ein Blau, das nicht auffiel,
aber blieb.
Manchmal verändert ein Ort
nicht den Weg,
sondern den Blick.
Kontakt
Wenn dich etwas auf dieser Seite anspricht –
ein Text, ein Ort, ein Gedanke
oder ein eigener Moment im Blau –
kannst du mir gern schreiben.
Ich freue mich über Hinweise, Fragen und Austausch
oder über Eindrücke, die du teilen möchtest.
E-Mail: kontakt@kretaimblau.de
(ich lese jede Nachricht selbst)