Johannes Ebner ist ein österreichischer Maler und Grafiker, dessen Arbeiten aus genauer Beobachtung und Wiederholung entstehen. Seine Malerei bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und versteht Landschaft nicht als festes Motiv, sondern als Prozess von Licht, Veränderung und Zeit.
Die auf Kreta entstandenen Arbeiten zeigen eine zurückgenommene, konzentrierte Bildsprache. Das Licht wirkt hier nicht als Effekt, sondern als prüfender Zustand, dem sich Farben, Formen und Flächen stellen müssen. Kreta erscheint in diesen Bildern nicht als Kulisse, sondern als fordernder Raum – ruhig, präzise und offen für den langsamen Blick.
Ebners Bilder zeigen Kreta nicht als Ort des Ankommens, sondern als Ort der Begegnung. Der Maler bleibt Gast, aufmerksam und respektvoll. Seine Arbeit ist ein Antworten auf eine stille Frage, die diese Landschaft stellt: nicht Was sehe ich?, sondern Wer bin ich, wenn ich hier schaue?
Im folgenden Text beschreibt Johannes Ebner selbst, wie er dieser Landschaft begegnet und wie seine Arbeit auf Kreta entstanden ist.
Johannes.ebner[at]liwest.at
www.ebnermalkunst.at